Windows 10 S enthüllt: Angriff auf Chrome OS

Ein Betriebssystem erlaubt nur geprüfte Apps, Laptops sind richtig billig: Microsoft wandelt mit Windows 10 S und Surface Laptop auf den Spuren von Apple sowie Google.

Microsoft will mit neuen Windows-Produkten verloren geglaubte Kunden zurückgewinnen. Der Hersteller lancierte sowohl das Betriebssystem "Windows 10 S" als auch das Notebook "Surface Laptop". Hinzu kamen einige Anwendungen und Services für den Bildungssektor, darunter Administrationsprogramme und diverse Teamarbeits-Tools. Damit reagiert der Konzern auf den schwindenden Zuspruch unter Schülern, Studenten und Lehrkräften zu seinen Produkten – sowohl bei der Hardware als auch bei der Software.

Im Bildungssektor gewinnen Apple und Google immer mehr Käufer. Schülern genügt oftmals ein iPad (mit Tastatur) oder ein Chromebook. Laut der Marktforschungsfirma IDC waren insbesondere die Google-Laptops ein Grund für leicht steigende PC-Verkäufe im ersten Quartal des laufenden Jahres. Mit 60,3 Millionen Stück seien 0,6 Prozent mehr Geräte abgesetzt worden als vor einem Jahr. Damit war der Markt erstmals seit 2012 nicht mehr rückläufig, so IDC. 

Windows statt Chrome OS
Vom Geschäft mit Billig-Laptops will Microsoft nun ebenfalls profitieren: Das Betriebssystem Windows 10 S soll kostenfrei an Bildungseinrichtungen abgegeben werden (wenn sie eine Windows-Lizenz besitzen). Günstige Geräte wollen Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Samsung und Toshiba liefern. Microsofts Windows-Chef Terry Myerson wirbt mit Gerätepreisen unter 200 US-Dollar. Bei Schweizer Händlern gibt es Chomebooks für ähnlich kleines Geld.

 

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Microsoft Azure ab sofort auch aus deutschen Rechenzentren

geschrieben von LANline/pf am 21.09.2016

Microsoft gibt bekannt, dass unter dem Namen „Azure Deutschland“ ab sofort Infrastruktur- (IaaS), Plattform- (PaaS) und IoT-Dienste der Microsoft-Cloud-Plattform Azure auch aus deutschen Rechenzentren in Frankfurt/Main und Magdeburg zur Verfügung stehen. Das Angebot richtet sich laut Hersteller an Geschäftskunden aus Deutschland, der EU sowie der Europäischen Freihandelszone (EFTA). Die neuen Services sollen es auch streng regulierten Branchen ermöglichen, ihre digitale Transformation erfolgreich mit Public-Cloud-Lösungen voranzutreiben.

Die souveräne „Microsoft Cloud Deutschland“ kombiniere die georedundante Speicherung von Kundendaten in Deutschland mit einem Datentreuhandmodell: Der Datentreuhänder kontrolliere den Zugang zu den Kundendaten und sei ein unabhängiges Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, das der deutschen Rechtsordnung unterliegt: T-Systems International, eine Tochter der Deutschen Telekom.

Der Zugang zu den Kundendaten liegt beim Datentreuhänder T-Systems International, so Microsoft: Ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden erhalte Microsoft keinen Zugriff. Wird diese Zustimmung durch den Datentreuhänder erteilt, greift Microsoft nur unter dessen Aufsicht zeitlich begrenzt auf die Kundendaten zu, so der Hersteller.

„Die Microsoft Cloud Deutschland ist unsere Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Microsoft-Cloud-Diensten in Deutschland und Europa. Azure Deutschland unterstützt unsere Kunden dabei, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und gleichzeitig ihre Compliance-Richtlinien einzuhalten“, so Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

Die Microsoft Cloud Deutschland basiere auf Microsofts weltweiten Trusted Cloud-Prinzipien: Sicherheit, Datenschutz, Compliance und Transparenz. Die deutschen Rechenzentren nutzen die gleichen Technologien und bieten die gleichen Service-Level und Sicherheitsstandards wie die globalen Microsoft-Cloud-Angebote, so der Hersteller. Dazu gehörten Multi-Faktor-Authentifizierungen, biometrische Scans, Smartcards, Datenverschlüsselungen nach SSL/TLS-Protokollen, physische Sicherheitsmaßnahmen sowie Sicherungen gegen Naturkatastrophen und Stromausfälle.

Um die Ausfallsicherheit (Business Continuity) und die Wiederherstellung von Daten und Diensten (Disaster Recovery) in Notfällen zu gewährleisten, finde ein kontinuierlicher Datenabgleich zwischen den beiden deutschen Rechenzentren statt. Für die Verschlüsselung und Absicherung des Datenverkehrs setzt Microsoft nach eigener Aussage auf die D-Trust-Zertifikate der Bundesdruckerei.

Für Azure Deutschland leiste Microsoft technischen Support rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Zu normalen Geschäftszeiten werde dieser Support aus Deutschland und auf Deutsch (wahlweise Englisch) gewährt, außerhalb der Geschäftszeiten finde der Support aus der EU statt. Das „IT Grundschutz Compliance Workbook Microsoft Azure Germany” unterstütze Kunden zudem mit Empfehlungen, wie sie ihr „IT Grundschutz“-Zertifikat erhalten.

Wie im November 2015 angekündigt, werden neben weiteren Azure-Services auch die Cloud-Dienste „Office 365“ und „Dynamics 365“ zukünftig aus deutschen Rechenzentren bereitgestellt, so Microsoft. Die Office-365- und Dynamics-365-Previews starten in diesem Kalenderjahr. Office 365 wird im ersten Quartal 2017, Dynamics 365 in der ersten Jahreshälfte 2017 generell verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich unter https://azure.microsoft.com/de-de/overview/clouds/germany/.


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Naivität ist gefährlicher als Bosheit

Veraltete Technologien machen europäische Unternehmen laut einer Studie anfällig für Sicherheitsverstöße durch böswillige, vor allem aber auch durch unbedachte Mitarbeiter.

Operational-Intelligence-Anbieter Splunk hat gemeinsam mit IDC eine europäische Studie mit dem Titel "Detecting and Responding to the Accidental Breach: The Impact of the Hapless User" – zu deutsch: "Unbeabsichtigte Sicherheitsverstöße erkennen und mit Gegenmaßnahmen reagieren: Die Auswirkungen unbeabsichtigter Handlungen von Benutzern" – veröffentlicht. Dafür befragte IDC 400 Großunternehmen (mit mehr als 1.000 Mitarbeitern) im Vereinten Königreich, in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Die von Splunk in Auftrag gegebene Erhebung kommt zu dem Schluss, dass europäische Unternehmen Bedrohungen aus den eigenen Reihen nicht wirklich begreifen. Sie sind demzufolge einer der Hauptgründe für Sicherheitsverstöße und können sowohl von böswilligen Mitarbeitern als auch von unbedachten Nutzern stammen.

Acht von zehn Unternehmen verlassen sich zu sehr auf Sicherheitsmaßnahmen, die auf Systemschutz ausgelegt sind. Die Technologien erkennen allerdings keine Nutzeraktivitäten, die zu einem Sicherheitsverstoss führen. Dementsprechend können Unternehmen nicht reagieren. Fast ein Drittel der Befragten nutzt keine grundlegenden Methoden der Bedrohungserkennung, und weniger als ein Fünftel verlässt sich auf eine Security-Analytics-Lösung.

NAIVITÄT IST DIE GRÖSSTE GEFAHR

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